Verteidigungsminister Nuno Melo hat die Herkunftsländer der Unternehmen bekannt gegeben, die Portugal mit neuer Ausrüstung für die Streitkräfte beliefern werden: Italien, Frankreich, Finnland, Deutschland, Spanien und Belgien.
Bis 2030 sollen sie Ausrüstung im Wert von € 5,8 Mrd. liefern – finanziert über das europäische Security Action for Europe-Programm (SAFE) zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit Europas.
Die Marine profitiert am meisten von dem Investitionspaket, insbesondere durch drei neue Fregatten (ca. € 3 Mrd.). Für das Heer sind mittelschwere und leichte Gefechtsfahrzeuge vorgesehen, die Luftwaffe erhält Satelliten und Drohnen.
Wirtschaftliche Rückflüsse und die Einbindung der nationalen Industrie spielten bei der Auswahl eine Rolle. So sollen das Arsenal do Alfeite für die Wartung der Fregatten ausgebaut, eine Munitionsfabrik errichtet sowie Produktionsanlagen für gepanzerte Fahrzeuge und Satelliten geschaffen werden. Zur Kontrolle der Umsetzung wird eine eigenständige Aufsichtsstruktur eingerichtet.
SAFE ermöglicht ausschließlich den Kauf bestehender militärischer Systeme, nicht aber die Entwicklung neuer Lösungen. Nach Bewertung durch die EU-Kommission im Dezember 2025 und einem EU-Ratsbeschluss in diesem Monat könnten erste Vorfinanzierungen noch im ersten Halbjahr 2026 fließen. Die Finanzierung erfolgt über langfristige Kredite mit Laufzeiten bis 45 Jahre, tilgungsfreien Phasen von bis zu zehn Jahren, Vorfinanzierungen von bis zu 15 % und Mehrwertsteuerbefreiung.

