Mit den Projekten zur Wiederverwendung von behandeltem Abwasser in den Kläranlagen von Vilamoura und Quinta do Lago rückt die Algarve einem zentralen Ziel des portugiesischen Aufbau- und Resilienzplans (PRR) deutlich näher: der massiven Ausweitung der Nutzung von gereinigtem Abwasser zur Bewässerung von Golfplätzen und Grünanlagen. Die beiden Maßnahmen sollen jährlich mehr als 3 hm³ – also drei Millionen Kubikmeter – wiederaufbereitetes Wasser liefern. Finanziert werden die Investitionen in Höhe von rund € 15 Mio. vollständig durch EU-Mittel.
„Derzeit nutzen wir in der Algarve 2 hm³ wieder. Unser Ziel liegt bei acht. Mit diesen beiden Projekten kommen wir auf fünf“, erklärte Umweltminister Duarte Cordeiro. Die angestrebten 8 hm³ würden ausreichen, um sämtliche Golfplätze der Region mit recyceltem Wasser zu versorgen – ein entscheidender Schritt angesichts der anhaltenden Wasserknappheit.
Umfangreiche Maßnahmen erfolgen in der Kläranlage von Vilamoura. Für rund € 12 Mio. entsteht hier eine Anlage, die 2,24 hm³ pro Jahr für die Wiederverwendung bereitstellen soll. Nutznießer sind unter anderem Inframoura, Vilamoura World, die Tennisanlage von Vilamoura sowie fünf Golfplätze.
In Quinta do Lago fällt die Modernisierung moderater aus: Die dortige Kläranlage liefert bereits aufbereitetes Abwasser an Infraquinta und den Golfplatz São Lourenço. Mit einer Investition von € 2,7 Mio. steigt die Kapazität auf 1,17 hm³ jährlich. Davon profitieren die Golfplätze Quinta do Lago Norte, Quinta do Lago Sul und Pinheiros Altos.
Unterm Strich erhöhen die beiden Projekte die Menge des wiederverwendbaren Wassers um 3,41 hm³ pro Jahr – ein kräftiger Schub, der die Algarve näher an ihr Ziel für nachhaltige Bewässerung bringt.

