Im Jahr 2025 verzeichnet das Zuchtprogramm für den Iberischen Luchs Ex Situ die höchste Zahl an Jungtieren seit Jahren. Wie die verantwortlichen Behörden mitteilten, kamen in den fünf Zuchtstationen – darunter El Acebuche, La Olivilla und das Nationale Zentrum in Silves (Portugal) – 62 Jungluchse zur Welt, von denen 48 überlebten.
Die erfolgreiche Saison mit einer Überlebensrate von 77% markiert einen Höhepunkt zum 20-jährigen Bestehen des Erhaltungszuchtprogramms. Von den überlebenden Tieren sollen 39 im Frühjahr 2026 in die Wildnis entlassen werden, neun verbleiben als künftige Zuchttiere in menschlicher Obhut.
Die aktuellen Zahlen übertreffen die Ergebnisse der Vorjahre deutlich:
• 2023: 39 überlebende Jungtiere
• 2024: 31 überlebende Jungtiere
Seit Programmstart im Jahr 2005, als mit Brezo, Brecina und Brisa die ersten Luchse in Gefangenschaft geboren wurden, verzeichnet das Programm insgesamt 835 Geburten und 640 überlebende Jungtiere. 424 Luchse wurden seither auf der Iberischen Halbinsel ausgewildert.
Dieser anhaltende Erfolg trug maßgeblich dazu bei, dass der Status der Art auf der Roten Liste der IUCN von „vom Aussterben bedroht“ auf „gefährdet“ herabgestuft werden konnte. Für die kommende Saison 2026 planen die Zentren die Formation von 30 Zuchtpaaren, abgestimmt auf die Bedürfnisse der wachsenden Wildpopulationen und die Vorgaben der EU-Habitatrichtlinie.
Das Programm gilt als Musterbeispiel internationaler Artenschutzzusammenarbeit zwischen Spanien und Portugal und hat maßgeblich zur Rettung dieser ikonischen Katzenart vor dem Aussterben beigetragen.

