Das neue Handelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten eröffnet Portugal bessere Marktchancen in Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay. Zölle auf Industrie- und Lebensmittelprodukte werden deutlich gesenkt, zugleich erleichtern vereinfachte Zoll- und Zertifizierungsregeln besonders kleinen und mittleren Unternehmen den Markteintritt.
Besonders profitieren portugiesische Qualitätsprodukte: 36 geschützte Herkunftsbezeichnungen, darunter Olivenöl, Käse und Honig von den Azoren, erhalten nun rechtlichen Schutz vor Nachahmungen. Auch Dienstleister aus Tourismus, Transport und Finanzsektor erwarten Vorteile durch erleichterten Zugang zu diesen Märkten.
Landwirtschaftliche Verbände warnen vor steigender Konkurrenz durch Mercosur-Importe, die Regierung verweist jedoch auf Schutzklauseln und Übergangsfristen für sensible Sektoren. Experten sehen das Abkommen als Chance für stärkere wirtschaftliche Diversifikation und intensivere Handelsbeziehungen nach Südamerika.

