Die portugiesische Regierung will Bergbauprojekte künftig stärker an gesellschaftliche Akzeptanz und nationaler Wertschöpfung messen. Ziel ist, Vorhaben – darunter auch die Lithium-Ausschreibungen – nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich zu bewerten.
Diskutiert wird, die Zustimmung der lokalen Bevölkerung als verbindliches Kriterium in die Bewertung neuer Bergbauanträge aufzunehmen. Hintergrund sind wiederkehrende Konflikte, etwa im Barroso-Gebiet oder in Trás-os-Montes, wo Projekte wegen Umweltauswirkungen und mangelnder Transparenz auf Ablehnung stoßen.
Neben der Zustimmung der Bevölkerung sollen auch strategische Ziele wie die Schaffung von industriellem Mehrwert im Inland stärker gewichtet werden, anstatt die Rohstoffe lediglich zu exportieren.
Ziel ist es, Konflikte früh zu entschärfen und planbare Rahmenbedingungen für Investitionen zu schaffen. Die konkreten Kriterien sollen in den kommenden Wochen ausgearbeitet und öffentlich diskutiert werden.

