Nach den Stürmen zu Jahresbeginn muss die portugiesische Regierung geplante Investitionen zum Küstenschutz teilweise neu planen. Umweltministerin Maria da Graça Carvalho betonte jedoch, dass in der Algarve bereits vergebene Bauarbeiten sowie dringend notwendige Maßnahmen noch vor Beginn der Badesaison umgesetzt werden. Größere Projekte wie neue Sandaufspülungen können allerdings erst im kommenden Jahr starten. Sie erfordern technische Planung, Ausschreibungen und Finanzierung über das Förderprogramm Sustentável 2030, sodass ein Abschluss vor der nächsten Badesaison nicht möglich ist.
Kurzfristig konzentriert sich die Regierung auf kleinere Eingriffe wie die Reparatur von Stegen, Strandzugängen und beschädigten Einrichtungen. Diese Arbeiten werden über den Umweltfonds finanziert, damit die Strände möglichst ab Mai wieder genutzt werden können. Fortgesetzt werden auch bereits vergebene Projekte, darunter die Sandaufspülung am Strandabschnitt Forte Novo in Quarteira (ESA berichtete). Der Baubeginn war wegen des schlechten Wetters verschoben worden; nun sollen die Arbeiten beschleunigt werden.
Besondere Aufmerksamkeit gilt derzeit instabilen Steilklippen. In gefährdeten Bereichen wird der Zugang zunächst gesperrt, bevor geprüft wird, ob eine Sicherung möglich ist oder Teile entfernt werden müssen.
Die bislang vorgesehenen rund € 16,7 Mio. für Küstenschutzmaßnahmen in der Algarve dürften angesichts der neuen Schäden nicht ausreichen. Daher prüft die Regierung eine Umschichtung innerhalb des Förderprogramms Sustentável 2030, das insgesamt mit rund € 140 Mio. ausgestattet ist.

