Die portugiesische Regierung erwägt zusätzliche Maßnahmen zur Entlastung von Unternehmen und Haushalten, sollte sich der Nahostkonflikt weiter hinziehen. Außenminister Paulo Rangel bezeichnete die Lage als „sehr besorgniserregend“.
Im Falle einer schnellen Lösung könne Portugal die wirtschaftlichen Folgen der vergangenen Wochen verkraften und zu einer Normalisierung zurückkehren. Andernfalls seien „strukturelle Maßnahmen“ nötig, um Wachstum und Investitionen zu stabilisieren.
Die Regierung analysiere die Entwicklung „sehr sorgfältig täglich, teilweise zweimal am Tag“, um geeignete Gegenmaßnahmen zu finden, sagte Rangel.
Als zentrales Risiko nannte der Minister steigende Ölpreise, die sich auf Transport, Produktion und Lieferketten auswirkten. Auch die Landwirtschaft sei betroffen, da wichtige Düngemitteltransporte durch die Straße von Hormus beeinträchtigt seien.
Portugal habe bereits erste Maßnahmen ergriffen, um die jüngsten Inflationsfolgen abzufedern.

