Trotz wachsender Unsicherheit wegen des Konflikts im Nahen Osten plant die Formel 1 derzeit keine Ersatzrennen für die im April vorgesehenen Grand Prix in Bahrain und Saudi-Arabien. Das berichtet internationale Presse unter Berufung auf Verantwortliche der Rennserie. Sollte es tatsächlich zu Absagen kommen, würde der Rennkalender 2026 einfach verkürzt werden. Auf dem Programm stehen derzeit zwei Rennen in der Region: der Grand Prix von Bahrain am 12. April in Sakhir sowie eine Woche später der Grand Prix von Saudi-Arabien in Jeddah. Die Formel 1 beobachtet die sicherheitspolitische Lage aufmerksam, sieht aber noch ausreichend Zeit, um eine endgültige Entscheidung zu treffen. Hinter den Kulissen im Fahrerlager beim Saisonauftakt in Albert Park in Melbourne gilt die Durchführung der beiden Rennen allerdings als unsicher.
Spekulationen über mögliche Ersatzstrecken – etwa den Autódromo Internacional do Algarve in Portimão (ESA online berichtete) oder die Strecke in Autodromo Internazionale Enzo e Dino Ferrari – weist die Rennserie derzeit zurück. Anders als während der Corona-Pandemie besteht kein Druck, unbedingt Ersatz zu finden. Damals musste die Formel 1 improvisieren, um mindestens 17 Rennen austragen zu können und die TV-Verträge zu erfüllen.
Sollten die Rennen im Nahen Osten tatsächlich ausfallen, würde der Kalender 2026 statt der geplanten 24 lediglich 22 Grand Prix umfassen. Logistisch wäre eine Absage für die Teams sogar einfacher als kurzfristig ein neues Rennen einzubauen. Ein Großteil des Materials für Bahrain und Saudi-Arabien befindet sich bereits in der Region.
Die nächsten beiden Rennen – in Shanghai am 15. März und in Suzuka am 29. März – gelten derzeit als sicher. Gleichzeitig prüft die Formel 1 weiterhin die Lage im Nahen Osten, bevor eine endgültige Entscheidung über die April-Rennen getroffen wird.

