Die Landwirtschaft in der Algarve hat 2023 rund € 811 Mio. zur Bruttowertschöpfung beigetragen und fast 31.000 Arbeitsplätze geschaffen. Allerdings bleiben laut einer Studie des Landwirtschaftsverbands der Algarve nur € 423 Mio. tatsächlich in der regionalen Wirtschaft.
Die Untersuchung, unterstützt von der Regionalen Entwicklungskommission CCDR Algarve, unterstreicht die strategische Bedeutung des Sektors: Nach dem Tourismus ist die Landwirtschaft weiterhin der zweitwichtigste Wirtschaftszweig der Region.
Ein Teil der Wertschöpfung fließt jedoch durch externe Dienstleistungen, Logistik und Vertrieb aus der Region ab. Gleichzeitig warnen die Autoren vor künftigen Risiken – etwa durch Wasserknappheit oder das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur, das zusätzlichen Preisdruck auf Produkte wie Zitrusfrüchte oder Avocados ausüben könnte.
Langfristig sieht die Studie dennoch Wachstumspotenzial: Bis 2040 könnte die landwirtschaftliche Wertschöpfung in der Algarve auf € 992 Mio. steigen. Wichtigster Produktionszweig bleibt der Zitrusanbau, insbesondere Orangen.

