Eine Hitzewelle hat Portugal erreicht. Ab heute gilt für die Distrikte Lissabon und Setúbal die höchste Warnstufe – Rot. Ab Freitag kommen Coimbra und Leiria hinzu, wie der portugiesische Wetterdienst mitteilte.
Die Temperaturen steigen in den kommenden Tagen auf bis zu 44 Grad Celsius, die Tiefstwerte liegen zwischen 24 und 28 Grad.
Angesichts der extremen Wetterlage prüft die Regierung, den Sonderbereitschaftsstatus am Wochenende auf das maximale Niveau anzuheben. Die Kommunen haben bereits damit begonnen, klimatisierte Notunterkünfte für besonders gefährdete Personengruppen zu identifizieren. Sie sollen bei Bedarf aktiviert werden, um Schutz vor der drückenden Hitze zu bieten.
Extreme Waldbrandgefahr im ganzen Land
Parallel zur Hitzewelle warnen die Behörden vor einer äußerst kritischen Waldbrandsituation. Nach Angaben des portugiesischen Meeres- und Atmosphäreninstituts (IPMA) herrscht in 60 Gemeinden des Landesinneren maximale Waldbrandgefahr. In mehr als 100 weiteren Gemeinden – darunter auch in Küstendistrikten wie Viana do Castelo, Leiria, Setúbal und Faro – gilt die Warnstufe „sehr hoch“.
Rund 40 Gemeinden in den Distrikten Viana do Castelo, Porto, Aveiro, Viseu, Coimbra, Leiria, Santarém, Lissabon, Setúbal, Beja und Faro wurden zudem auf die Stufe „hoch“ eingestuft.
Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, jegliche Aktivitäten im Freien zu vermeiden, die Brände auslösen könnten, und die Sicherheitshinweise strikt zu befolgen.

