Die Algarve entsorgt rund 80 % ihrer Abfälle auf Deponien und liegt damit deutlich über dem portugiesischen Durchschnitt von 54 %. Nach Angaben des Städtetages der Algarve (AMAL) reichen die bestehenden Deponiekapazitäten beim aktuellen Müllaufkommen nur noch für weniger als eineinhalb Jahre.
Umweltministerin Maria da Graça Carvalho und Vertreter der Algarve-Kommunen diskutierten über mögliche Lösungen. Im Mittelpunkt stand die sogenannte „Restfraktion“ – Abfälle, die weder recycelt noch anderweitig verwertet werden können. „Wir liegen weit hinter den europäischen Zielen zurück“, sagte die Ministerin. Die portugiesische Umweltbehörde APA soll untersuchen, welche Technologien und Standorte sich für die Behandlung dieser Abfälle eignen.
AMAL-Präsident António Miguel Pina warnte vor der angespannten Lage der Deponien in Portimão und Cortelha. Zwar seien Erweiterungen geplant, diese würden jedoch nur für maximal sieben weitere Jahre ausreichen. Als mögliche Lösungen nannte Pina den Export von Restabfällen, neue Deponien oder die energetische Verwertung durch Müllverbrennung. Gleichzeitig müsse die Region ihre Recyclingquote deutlich erhöhen.

