Die portugiesische Regierung arbeitet an einem neuen Straßenverkehrsgesetz, das noch in diesem Jahr in Kraft treten soll. Ziel ist es, Verkehrssünder künftig schneller und härter zu bestrafen und die Zahl der Verkehrstoten deutlich zu senken.
Ein von der Regierung eingesetztes Arbeitsgremium hat bereits mit der Ausarbeitung des neuen Código da Estrada begonnen. Vorgesehen sind u. a. höhere Geldbußen, eine stärkere Sanktionierung von Wiederholungstätern sowie eine Ausweitung der Kriterien für den Entzug der Fahrerlaubnis. Zudem sollen Strafen bei bestimmten Delikten, etwa Alkohol am Steuer, verschärft werden.
Ein zentrales Element ist die Digitalisierung der Verkehrsüberwachung. Bereits in diesem Sommer soll ein Pilotprojekt für das sogenannte „digitale Protokoll“ starten, mit dem Verkehrsverstöße direkt am Ort des Geschehens elektronisch erfasst und an das System übermittelt werden können. Dadurch sollen Bußgelder deutlich schneller zugestellt werden.
Die Regierung spricht von einem „härteren, aber effizienteren“ Ansatz, um der zunehmenden Zahl schwerer Verkehrsunfälle entgegenzuwirken.

