Portugal erlebt derzeit eine der intensivsten Hitzewellen der vergangenen Jahre. In mehreren Regionen des Landes werden Höchsttemperaturen von bis zu 44 Grad erwartet. Während die Extremwerte vor allem im Landesinneren gemessen werden, steht auch die Algarve unter erhöhter Hitzewarnung. Meteorologen rechnen mit mehreren Tagen außergewöhnlich hoher Temperaturen und tropischen Nächten. Die Folgen extremer Hitze sind bereits in anderen Teilen der Iberischen Halbinsel spürbar. In Spanien wurden im Juni mehr als 1.000 hitzebedingte Todesfälle registriert. Die Entwicklung verdeutlicht die gesundheitlichen Risiken insbesondere für ältere Menschen, chronisch Kranke und Kleinkinder.
Die Stadt Faro hat deshalb vorsorglich mehrere klimatisierte Einrichtungen als vorübergehende Schutzräume eingerichtet. Bis zum 10. Juli stehen die Stadtbibliothek, die städtischen Schwimmbäder sowie das Sportzentrum Pavilhão da Penha als sogenannte „Kühlräume“ zur Verfügung. Dort können sich besonders gefährdete Menschen zeitweise vor der Hitze schützen. Zusätzlich richtet die Stadt im Zentrum von Faro mehrere Trinkwasserstellen ein. Nach Angaben der Stadtverwaltung sollen die klimatisierten Räume insbesondere Menschen helfen, die allein leben, keinen Zugang zu einer Klimaanlage haben oder aufgrund ihres Alters und ihrer Gesundheit besonders unter den hohen Temperaturen leiden.
Die Gesundheitsbehörden empfehlen, direkte Sonneneinstrahlung während der Mittagsstunden zu vermeiden, ausreichend Wasser zu trinken und körperliche Anstrengungen möglichst auf die frühen Morgen- oder Abendstunden zu verlegen. Auch Urlauber in der Algarve sollten die Hitze nicht unterschätzen. Trotz der kühlenden Meeresbrise können die Temperaturen im Hinterland und in den Städten deutlich über 35 Grad steigen.

