Der Hafen von Portimão hat sich 2025 zu einem der dynamischsten Kreuzfahrthäfen im Süden Portugals entwickelt. Wie die Hafenbehörde der Häfen von Sines und der Algarve (APS) mitteilte, stieg die Zahl der Kreuzfahrtanläufe im Vergleich zum Vorjahr um 40 % auf 56 Schiffsanläufe. Noch deutlicher fiel das Plus bei den Passagierzahlen aus: Mit knapp 24.000 Kreuzfahrtgästen verzeichnete Portimão ein Wachstum von rund 70 %.
Nach Angaben der APS stärken diese Ergebnisse die Position Portimãos im Wettbewerb mit anderen Mittelmeerhäfen. Insbesondere mittelgroße Kreuzfahrtschiffe und Anbieter aus dem Luxussegment würden zunehmend den Algarve-Hafen anlaufen und damit zur internationalen Profilierung der Region als hochwertiges Reiseziel beitragen.
Ein anderes Bild zeigt sich hingegen im Hafen von Sines, dem größten Seehafen Portugals. Dort wurden 2025 insgesamt 42,1 Mio. Tonnen Güter umgeschlagen – ein Rückgang von 12 % gegenüber dem Vorjahr. Die Hafenverwaltung führt dies auf mehrere außergewöhnliche Faktoren zurück. So beeinträchtigten extreme Wetterbedingungen im Winter 2025 an insgesamt 26 Tagen den Schiffsverkehr erheblich oder machten ihn zeitweise unmöglich. Zusätzlich wirkte sich eine technische Stilllegung der GALP-Raffinerie im letzten Quartal des Jahres auf den Umschlag von Flüssigmassengütern aus, der dadurch um rund drei Millionen Tonnen niedriger ausfiel als 2024.
Für 2026 zeigt sich die Hafenbehörde dennoch optimistisch: Derzeit läuft die Modernisierung des Flüssiggutterminals in Sines, das künftig auch für neue grüne Kraftstoffe ausgelegt sein soll. Dies soll die operative Kapazität erhöhen und den Hafen langfristig für die Energiewende positionieren.

