Die Menschen in Portugal blicken trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten mit Vertrauen auf die EU. Das geht aus der aktuellen Eurobarometer-Umfrage des EU-Parlaments hervor. Europaweit sehen 75 % der Befragten die EU als einen „sicheren Hafen“ – der zweithöchste Wert der vergangenen zehn Jahre. Gleichzeitig glauben jedoch sechs von zehn Europäern, dass sich die Welt insgesamt in die falsche Richtung entwickelt.
Für Portugal sind die Ergebnisse besonders interessant. Zwar sorgen steigende Lebenshaltungskosten und Inflation auch hier für Verunsicherung, dennoch bleibt die Unterstützung für die EU hoch. Laut der Erhebung zählt Portugal zu den Ländern, in denen viele Menschen eine Verschlechterung ihres persönlichen Lebensstandards in den kommenden fünf Jahren befürchten. Damit reiht sich das Land neben Deutschland und Österreich in eine Gruppe ein, in der wirtschaftliche Sorgen deutlich ausgeprägt sind.
Die größten Prioritäten der Bürger in der gesamten EU bleiben die Bekämpfung steigender Preise, die Stärkung der Wirtschaft sowie Sicherheit und Verteidigung. Angesichts internationaler Krisen wächst der Wunsch nach einer handlungsfähigen und geeinten EU, die Stabilität und wirtschaftliche Sicherheit gewährleistet.
Für Portugal unterstreichen die Ergebnisse einmal mehr die Bedeutung der EU-Mitgliedschaft. Gerade für ein exportorientiertes Land mit starkem Tourismus und umfangreichen EU-Fördermitteln bleibt das Vertrauen in die europäische Zusammenarbeit hoch – trotz wirtschaftlicher Sorgen.

