Die Stadt Albufeira und die lokale Gesundheitsbehörde der Algarve (ULS Algarve) haben ein Protokoll zur Bereitstellung von Unterkünften für auswärtige Ärzte unterzeichnet. Die Vereinbarung trat unmittelbar nach der Unterzeichnung in Kraft und soll während der tourismusintensiven Sommermonate den Einsatz zusätzlichen medizinischen Personals erleichtern.
Hintergrund ist der starke Anstieg der Besucherzahlen in der Hochsaison, der die Gesundheitsdienste in Albufeira regelmäßig vor große Herausforderungen stellt. Gleichzeitig erschweren hohe Mietpreise die Anwerbung von Ärzten aus anderen Regionen.
Nach Angaben des Verwaltungsratsvorsitzenden der ULS Algarve, Tiago Botelho, ermöglicht die Vereinbarung, gezielt Ärzte nach Albufeira zu holen, da ihnen nun eine Unterkunft zur Verfügung gestellt werden kann. Dies könne dazu beitragen, die Notaufnahme ganzjährig an 365 Tagen offen zu halten.
Bürgermeister Rui Cristina bezeichnete das Abkommen als „einen ersten Schritt zur Lösung des Ärztemangels“ in der Gemeinde. Ziel sei es, insbesondere in den Sommermonaten die Kapazitäten der medizinischen Grundversorgung zu stärken. Zugleich kündigte er an, dass die Stadt den Bau eines neuen Gesundheitszentrums vorantreiben wolle, da das bestehende Gebäude veraltet sei.

