Die Erzeugervereinigung AlgarOrange schlägt Alarm: Der Absatz von Zitrusfrüchten aus der Algarve werde zunehmend durch steigende Importe von Orangen aus Ägypten und Südafrika erschwert. Die Produzenten fordern deshalb gleiche Wettbewerbsbedingungen für Erzeugnisse aus Nicht-EU-Staaten.
Nach Auffassung der Vereinigung sollten importierte Zitrusfrüchte denselben Lebensmittel-, Umwelt-, Arbeits- und Pflanzenschutzstandards entsprechen wie Produkte europäischer Landwirte. Die derzeitige Importpraxis führe zu Wettbewerbsnachteilen für die heimischen Produzenten, erhöhe den CO₂-Ausstoß durch lange Transportwege und steigere das Risiko der Einschleppung von Schädlingen und Pflanzenkrankheiten.
Gemeinsam mit Branchenverbänden aus Frankreich, Italien und Spanien hat AlgarOrange in den Jahren 2024 und 2025 zwei Erklärungen an die Europäische Union und die Regierungen der vier Länder übermittelt. Darin werden unter anderem verpflichtende Kältebehandlungen für Importe aus Ländern mit Quarantäneschädlingen, strengere Grenzkontrollen sowie sogenannte „Spiegelklauseln“ gefordert. Diese sollen sicherstellen, dass eingeführte Produkte denselben Handels- und Pflanzenschutzauflagen unterliegen wie europäische Erzeugnisse.
Zudem setzt sich die Gemischte Zitruskommission dafür ein, Zitrusfrüchte in internationalen Handelsverhandlungen als „sensibles Produkt“ einzustufen. AlgarOrange ruft Verbraucher außerdem dazu auf, beim Einkauf auf die Herkunft der Früchte zu achten und heimische Erzeugnisse zu bevorzugen. Die geschützte geografische Angabe (g.g.A.) „Citrinos do Algarve“ leiste einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der regionalen Zitruswirtschaft sowie ihrer Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards.

