Nach dem großflächigen Stromausfall am 28. April reagiert die portugiesische Regierung nun mit konkreten Maßnahmen: Umwelt- und Energieministerin Maria da Graça Carvalho kündigte ein „nationales Energiespeicherprogramm“ an. Ziel sei es, das Stromnetz in Zukunft robuster und widerstandsfähiger zu machen – auch wenn der Abschlussbericht zur Ursache des Ausfalls noch aussteht.
Geplant ist der Ausbau der Speicherkapazitäten, sowohl durch chemische Lösungen wie Batterien als auch durch Wasserkraftwerke, die überschüssige Energie zwischenspeichern können. Zusätzlich soll die Steuerung der Stromnetze digitalisiert und zentralisiert werden – mit einem landesweiten, einheitlichen Datenerfassungssystem.
Die Ministerin betonte, dass der Stromausfall nicht auf einen sprunghaften Anstieg des Energieverbrauchs infolge der jüngsten Hitzewelle zurückzuführen sei. Dennoch müsse man auf hohe Temperaturen vorbereitet sein, da Klimaanlagen die Nachfrage in die Höhe treiben. Sie zeigte sich jedoch überzeugt, dass die Betreiber REN und E-REDES technisch gut aufgestellt seien, um Lastspitzen zu bewältigen.
Auch der Brandschutz bleibe angesichts des heißen Sommers im Fokus: Alle zuständigen Ministerien seien in erhöhter Alarmbereitschaft, so Carvalho.

