Während die Gemeinde Aljezur an der Erosion ihrer Strände verzweifelt, bleibt die portugiesische Umweltbehörde (APA) untätig. Die Stadtverwaltung musste ein Ausschreibungsverfahren für neue Surflizenzen stoppen, weil die Badestrände durch Sandverlust erheblich geschrumpft sind. Ein Antrag auf künstliche Sandaufspülung bei der APA wurde abgelehnt. Man setze auf natürliche Prozesse durch Wind und Gezeiten, so die Behörde.
Ganz anders nur 200 Kilometer nördlich: An der Costa da Caparica ließ die APA im Mai auf einer 3,9 Kilometer langen Strandstrecke eine Million Kubikmeter Sand aufspülen – für € 10 Mio., finanziert aus EU-Mitteln, dem Umweltfonds und Mitteln der Hafenverwaltung Lissabon. „Die Badesaison kann beginnen“, kündigte die Umweltministerin Maria da Graça Carvalho bei einem Besuch an. „Wir werden einen wunderbaren Strand haben.“

