Der Sommer 2025 geht in die Wettergeschichte ein: Laut einer aktuellen Analyse des portugiesischen Wetterinstituts IPMA war es der heißeste Sommer in Portugal seit 1931. Gekennzeichnet durch drei intensive Hitzewellen, lag die durchschnittliche Lufttemperatur bei 23,51°C, was 1,55 Grad über dem Klimamittel der Referenzperiode 1991-2020 liegt.
Besonders auffällig ist der neue Rekord bei der Tageshöchsttemperatur: Mit 30,78°C im Durchschnitt war dies der höchste jemals gemessene Wert in einem portugiesischen Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Auch die Nächte waren ungewöhnlich warm: Die durchschnittliche Tiefsttemperatur lag bei 16,25°C, nur knapp unter dem bisherigen Rekord aus dem Jahr 1989.
Die drei Hitzewellen, die zwischen Mitte Juni und Mitte August auftraten, trafen vor allem das Landesinnere im Norden und Zentrum. In dieser Zeit wurden 33 neue Rekorde bei der Tageshöchsttemperatur sowie zehn bei der Tiefsttemperatur registriert. Ein besonders markantes Beispiel: Am 29. Juni erreichte Mora mit 46,6°C einen neuen absoluten Temperaturrekord für diesen Monat in ganz Festland-Portugal. Doch nicht nur die Hitze war extrem – auch der Niederschlag erreichte einen historischen Tiefstand. Mit nur 10,9 mm Regen fiel lediglich ein Viertel der üblichen Sommermenge, womit 2025 auch als trockenster Sommer seit 1931 in die Statistik eingeht.
Diese außergewöhnlichen Wetterbedingungen verdeutlichen einmal mehr die spürbaren Folgen des Klimawandels in Südeuropa – mit weitreichenden Auswirkungen auf Umwelt, Landwirtschaft und Wasserversorgung.

