In der Algarve wurden die bisherigen Einschränkungen zur Grundwasserentnahme für landwirtschaftliche Zwecke nun teilweise aufgehoben. Betroffen sind rund 60.000 Hektar in der Umgebung von sieben Grundwasserleitern: dem Arade-Becken, Luz de Tavira, São Brás de Alportel, Peral, Moncarapacho und São Bartolomeu.
Eine Ausnahme bildet der Grundwasserleiter Querença/Silves. Hier bleibt die Entnahme weiterhin eingeschränkt, da sich dieser Bereich bislang nicht ausreichend erholt hat.
Die Entscheidung gab Umwelt- und Energieministerin Maria da Graça Carvalho auf einer Pressekonferenz in Faro bekannt. Dort unterzeichnete sie auch das Protokoll zur Initiative „Água que Une – Studien zur Bewertung des Wasserpotenzials in den Flusseinzugsgebieten der Algarve“, ein Projekt der portugiesischen Umweltagentur APA und dem Bewässerungsverband der Landwirte der Ost-Algarve (ABPRSA). Gleichzeitig mahnte die Ministerin zur Vorsicht: Beim nächsten Treffen der zuständigen Kommission werden die Prognosen für einen sehr heißen Sommer berücksichtigt – nötigenfalls könnten Maßnahmen erneut angepasst werden.
Unverändert gilt: Der Wasserverbrauch in den Bereichen Stadt, Tourismus, Landwirtschaft und Golf muss weiterhin um mindestens 5 % reduziert werden. Auch die Vermeidung von Wasserverschwendung bleibt oberstes Ziel.

