Das im Bau befindliche Zentralkrankenhaus Alentejo (Hospital Central do Alentejo, HCA) soll nach Angaben der portugiesischen Regierung im letzten Quartal 2027 schrittweise den Betrieb aufnehmen. Zum Start sollen vor allem ambulante Bereiche geöffnet werden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Einschätzung geht aus einer Antwort des Ministeriums von Gesundheitsministerin Ana Paula Martins auf eine parlamentarische Anfrage des sozialistischen Abgeordneten Luís Dias hervor. Ein endgültiger Fertigstellungstermin könne derzeit noch nicht genannt werden. Der Bauvertrag wurde bis zum 29. August 2026 verlängert und umfasst einen neuen Arbeits- und Zeitplan.
Als Gründe für die Verzögerungen nennt das Ministerium u. a. Schwierigkeiten beim Projektstart: Der Bau wurde im Juli 2021 vergeben, begann aber faktisch erst im Februar 2022. Hinzu kamen Anpassungen am ursprünglichen Projekt, um aktuellen medizinischen Anforderungen gerecht zu werden, sowie zusätzliche technische Genehmigungen. Der Baufortschritt liegt aktuell bei rund 75 %. Sofern die laufenden Projektänderungen zügig abgeschlossen werden, soll der Bau bis Ende 2026 beendet sein. Anschließend seien etwa sechs Monate für Tests der Anlagen und Geräte, Abnahmen und die behördliche Genehmigung erforderlich. Erst danach könne der Umzug der bestehenden Krankenhausdienste beginnen. Voraussetzung für die Inbetriebnahme ist zudem der Abschluss externer Infrastrukturarbeiten wie Straßenanbindung, Wasser- und Abwasserversorgung sowie Stromanschluss, die in der Verantwortung der Stadt Évora liegen.
Nach Angaben des Ministeriums bleiben die EU-Fördermittel von den Verzögerungen unberührt. Das neue Krankenhaus soll über 360 Einzelzimmer verfügen – erweiterbar auf 487 Betten – sowie 11 Operationssäle und umfangreiche weitere medizinische Einrichtungen.

