Portugal wird die Nutzung von FireSat-Daten testen – einer hochmodernen Satellitentechnologie zur Erkennung und Überwachung von Bränden. Zudem soll die Wirksamkeit des Systems in der Brandbekämpfung ländlicher Gebiete bewertet werden. Die Agentur für integriertes ländliches Brandschutzmanagement (AGIF) hat dazu eine Absichtserklärung mit der Earth Fire Alliance (EFA) unterzeichnet.
Diese gemeinnützige Organisation wurde gegründet, um das FireSat-Projekt voranzutreiben. AGIF bezeichnet die Vereinbarung als „bedeutenden Fortschritt bei der Nutzung modernster Technologie zur Bekämpfung von Waldbränden“. Das FireSat-System besteht aus einer Satellitenkonstellation, die speziell für die Branderkennung und -charakterisierung entwickelt wurde. Es ermöglicht eine detaillierte Überwachung von Brandaktivitäten in nahezu Echtzeit und kann in allen Phasen des Brandschutzes – von der Prävention bis zur Bekämpfung – eingesetzt werden.
Laut AGIF wird die Zusammenarbeit es ermöglichen, die Einsatzmöglichkeiten von FireSat-Daten zu testen. Besonders relevant sind dabei die Früherkennung von Bränden, die Überwachung der Feuerfront, die Messung der Strahlungsleistung sowie die Bestimmung der Ausbreitungsrate. Die Vereinbarung hat keine finanziellen oder rechtlichen Verpflichtungen für die beteiligten Parteien und ist bis zum 31. Dezember 2026 gültig – mit der Möglichkeit einer Verlängerung. Während dieser Zeit werden Daten, Wissen und Erfahrungen mit der Early Adopters-Community in Australien und den USA ausgetauscht, um den Nutzen des Systems weiter zu optimieren.
Durch diese Partnerschaft nimmt Portugal eine Vorreiterrolle in der Nutzung von Weltraumtechnologien für den Brandschutz ein und verbessert die Effizienz im Kampf gegen Waldbrände.

