13 portugiesische Umwelt- und Bürgerorganisationen fordern ein sofortiges Ende aller Nachtflüge am Flughafen Lissabon. Flugbewegungen zwischen 23 und 7 Uhr seien „gesundheits- und klimaschädlich, und müssen abgeschafft werden“, heißt es in einem gemeinsamen Appell.
Das Bündnis, zu dem Vereinigungen wie Quercus, Geota und Aterra zählen, warnt vor schwerwiegenden Gesundheitsfolgen durch nächtlichen Fluglärm und Luftverschmutzung. Diese führten nachweislich zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, kognitiven Beeinträchtigungen bei Kindern, psychischen Problemen, Schlafstörungen und Diabetes. Zudem trügen die Emissionen des Luftverkehrs erheblich zur Erderwärmung bei.
Die Kritik richtet sich scharf gegen die Betreibergesellschaft ANA Aeroportos und die Fluggesellschaften. Diese würden wiederholt Gesetze sowie nationale und internationale Vorschriften missachten, um den Flugverkehr illegal auszuweiten. Dem Staat werfen die Verbände vor, nicht einzugreifen, sondern stattdessen € 10 Mio. aus dem Umweltfonds für Lärmschutzmaßnahmen zu verwenden – anstatt ANA zum Stopp der Nachtflüge zu zwingen.
Ein Nachtflugverbot erfordere keinen Mut, sondern lediglich „den gesunden Menschenverstand, um das Gesetz, den Willen der Einwohner und die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation und Wissenschaft zu befolgen“.
Anlässlich des Internationalen Tages für das Verbot von Nachtflügen am 13. September, der von 200 Organisationen weltweit unterstützt wird, fanden auch in Lissabon Proteste statt. Die Initiative unterstreicht den wachsenden internationalen Widerstand gegen die nächtliche Flugbelastung.
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