Umweltministerin Maria da Graça Carvalho hat bestätigt, dass der Bau der Entsalzungsanlage in der Algarve „voranschreiten wird“. Zuvor hatte das Verwaltungsgericht von Loulé eine einstweilige Verfügung von Umweltverbänden abgewiesen, die das Projekt stoppen wollten.
Die im Juli eingereichte Beschwerde stammte von Organisationen der Plattform Água Sustentável (PAS), die die Dauer und Bedingungen der öffentlichen Konsultation des Umweltverträglichkeitsberichts kritisiert hatten. Sie warfen den Behörden mangelnde Transparenz und zu kurze Fristen für die Prüfung der Unterlagen vor – und damit eine Verletzung des Bürgerrechts auf Beteiligung.
Das Gericht entschied zugunsten der Umweltagentur APA und lehnte die Klage „mangels Instrumentalität“ ab. Nach Angaben der Umweltministerin kann somit der vorgesehene Zeitplan eingehalten werden.
Die Ministerin kündigte an, dass die öffentliche Konsultation „zwei bis drei Tage“ dauern werde und die Bauarbeiten unmittelbar nach Abschluss des Verfahrens beginnen könnten.
Die Entsalzungsanlage soll im Osten von Albufeira gebaut werden und ist Teil des Regionalplans für Wasser-Effizienz. Das Investitionsvolumen beträgt mehr als € 100 Mio., finanziert über den Aufbau- und Resilienzplan (PRR). In der ersten Ausbaustufe soll die Anlage 16 Millionen Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr liefern, später erweiterbar auf 24 Millionen. Die Fertigstellung ist bis Ende 2026 vorgesehen.

