Portugal hat die Zahl der Verkehrstoten in den vergangenen zehn Jahren kaum verringert. Nach vorläufigen Daten kamen 2025 insgesamt 589 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben – nur vier weniger als 2015 (593). Das entspricht einem Rückgang von lediglich 0,7 %, berichtet die Zeitung Público. Die endgültige Zahl könnte noch höher ausfallen, da Todesfälle bis 30 Tage nach einem Unfall noch nicht vollständig erfasst sind.
Gleichzeitig ist die Zahl der Schwerverletzten deutlich gestiegen. Sie nahm zwischen 2015 und 2025 um 22 % von 2.148 auf 2.476 zu. Damit gehört Portugal zu den europäischen Ländern mit den geringsten Fortschritten bei der Verbesserung der Verkehrssicherheit.
Auch ein aktueller Bericht des Europäischen Verkehrssicherheitsrats (ETSC) bescheinigt dem Land eine Stagnation. Die Zahl der Verkehrstoten je Million Einwohner sank im Zehnjahresvergleich lediglich von 57 auf 55 und liegt damit weiterhin deutlich über dem EU-Durchschnitt von 43.
Während Portugal kaum Fortschritte erzielte, konnten fast alle anderen untersuchten Länder die Zahl der Verkehrstoten senken. Nur Malta, die Niederlande, Irland und Spanien verzeichneten im selben Zeitraum einen Anstieg. Die größten Rückgänge erreichten Polen, Litauen und Belgien mit jeweils mehr als 40 %. Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien und Serbien verbesserten sich zwar ebenfalls, blieben jedoch unter dem europäischen Durchschnitt, der bei einer Reduzierung von 20 % liegt.

