Ein portugiesisches Projekt für veterinärmedizinische Transfusionsmedizin ruft Tierhalter im ganzen Land dazu auf, ihre Hunde und Katzen als Blutspender registrieren zu lassen. Ziel der Initiative ist es, den akuten Mangel an veterinärmedizinischen Blutkonserven zu beheben, der nach Angaben der OneBlood Science Care Tausende Tiere in Portugal betrifft. Wie die Organisation mitteilte, sind ihre medizinischen Teams bereits im Norden und Süden des Landes im Einsatz. Dadurch soll eine schnelle Versorgung sowie eine unmittelbare Einsatzbereitschaft in beiden Regionen gewährleistet werden. Neben der Gewinnung neuer Blutspender setzt das Projekt vor allem auf Aufklärung. Viele Tierhalter wüssten bislang nicht, dass Blutspenden bei Hunden und Katzen möglich und für die Tiere sicher seien. Dieses Informationsdefizit gelte als einer der wichtigsten Gründe dafür, dass die Blutreserven häufig nicht ausreichen.
Um die Bereitschaft zur Teilnahme zu erhöhen, bietet OneBlood Science Care kostenlose Gesundheitschecks und Vorsorgeuntersuchungen für Hunde und Katzen an. Gleichzeitig arbeitet die Organisation eng mit veterinärmedizinischen Blutbanken zusammen. Sie versteht sich dabei als Bindeglied zwischen Tierhaltern und den Blutbanken und möchte das gesellschaftliche Bewusstsein für Tierblutspenden stärken – ähnlich wie es bei Blutspenden für Menschen bereits selbstverständlich ist. Interessierte Tierhalter können ihre Haustiere über die offizielle Internetseite der Organisation anmelden (oneblood.pt) und dort auch Informationen zu den Voraussetzungen für eine Blutspende erhalten. Dazu zählen unter anderem das erforderliche Mindestalter und Mindestgewicht der Tiere. Nach Einschätzung des Projekts könnte eine größere Zahl registrierter Spender entscheidend dazu beitragen, die Versorgung von Hunden und Katzen im Notfall langfristig zu verbessern.

