Das Regionalprogramm Algarve 2030 hat gleich mehrere Förderaufrufe gestartet, mit denen insgesamt € 33,6 Mio. in die Region fließen sollen. Die Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (FEDER) sind für Projekte in den Bereichen Wasserwirtschaft, Modernisierung von Gewerbegebieten und nachhaltige Mobilität bestimmt.
Den größten Anteil nimmt mit € 20 Mio. die Förderung von Maßnahmen zur städtischen Wasserwirtschaft ein. Gefördert werden Investitionen in die Wassereffizienz, die Trinkwasserversorgung und die Abwasserentsorgung. Hintergrund ist die angespannte Lage in der Region: Die Wasserverluste in den öffentlichen Netzen liegen mit durchschnittlich 30,2 % über der nationalen Zielmarke von 25 %. Die Wiederverwendung von aufbereitetem Abwasser erreicht mit nur 3,3 % einen Bruchteil des nationalen Ziels von 20 % bis 2030. Anträge können bis zum 3. Februar 2027 eingereicht werden.
Für die Modernisierung von Gewerbegebieten stellt das Programm € 3 Mio. bereit. Gefördert werden der Ausbau, die Erweiterung und die Qualifizierung von nicht-technologiebasierten Unternehmensstandorten. Antragsberechtigt sind Gemeinden, kommunale Unternehmen, Gemeindeverbände und Betreibergesellschaften. Der Fördersatz liegt bei bis zu 65 %. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft zu stärken, Investitionen anzuziehen und qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen. Die Frist läuft bis zum 15. Januar 2027.
Für den Ausbau von Radwegen stehen weitere € 15,6 Mio. bereit. Fünf Gemeinden – Loulé, Olhão, Castro Marim, São Brás de Alportel und Faro – haben bereits Anträge über knapp € 5 Mio. eingereicht. Damit sind noch mehr als € 10,6 Mio. für neue Projekte verfügbar. Ziel ist es, die aktive Mobilität zu stärken und nachhaltige Verkehrsmittel zu fördern. Bewerbungen sind noch bis zum 30. September 2026 möglich.
Alle Förderaufrufe sind Teil der Strategie des Regionalprogramms Algarve 2030, die Region zukunftsfähig zu machen – mit einer nachhaltigen Wasserwirtschaft, attraktiven Standortbedingungen für Unternehmen und einer umweltfreundlichen Mobilitätsinfrastruktur.

