In der ehemaligen Fischauktionshalle (Antiga Lota) von Portimão ist bis zum 31. Juli die Ausstellung „Sol, Sardinhas e Sombreiros“ (z. Dt.: „Sonne, Sardinen und Strohhüte“) zu sehen, die Besucher auf eine Reise durch die Entwicklung des Tourismus im 20. Jh. in der Algarve mitnimmt. Die Schau, konzipiert vom Museum von Portimão, verbindet lokale Identität, Erinnerungskultur und die Transformation der Region zu einem internationalen Reiseziel. Ziel ist es, sowohl Erinnerungen wachzurufen als auch historische Entwicklungen nachvollziehbar zu machen – von den ersten touristischen Infrastrukturen bis hin zur heutigen Massendestination Algarve.
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Wandel Portimãos: Die Stadt, einst stark von Fischerei und Konservenindustrie geprägt, erlebte im Zuge des Tourismusbooms eine tiefgreifende wirtschaftliche, städtebauliche und gesellschaftliche Veränderung. Der Aufstieg des Tourismus führte zur Etablierung einer neuen Bade- und Hotelkultur, geprägt durch das Zusammenspiel von Einheimischen und Besuchern.
Die Ausstellung kombiniert historische Fotografien, persönliche Zeugnisse und interaktive Elemente, die es den Besuchern ermöglichen, selbst in die Rolle von Touristen verschiedener Epochen zu schlüpfen.
Neben dem nostalgischen Rückblick richtet die Ausstellung auch den Blick nach vorn: Sie lädt zur kritischen Auseinandersetzung mit den Folgen des Massentourismus ein – insbesondere im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichem Nutzen, kultureller Identität und dem Schutz lokaler Lebenswelten.
„Sol, Sardinhas e Sombreiros“ ist Di – So von 15 – 24 Uhr geöffnet.

