Nachdem in Loulé das erste universitäre Gesundheitszentrum Portugals eröffnet wurde (s. ESA 07/25), gab auch die Stadtverwaltung von Lagos bekannt: Es werden rund € 10 Mio. in die Errichtung einer hochmodernen ambulanten Einheit für spezialisierte Grundversorgung investiert. Der Bau eines eigenständigen, zweigeschossigen Gebäudes markiert eine bedeutende Erweiterung des örtlichen Gesundheitszentrums und soll das medizinische Angebot im Kreis deutlich verbessern. Die neue Einrichtung, geplant vom portugiesischen Gesundheitsministerium, wird unter anderem Facharztsprechstunden, ambulante Chirurgie, Pädiatrie, Zahnmedizin, Physiotherapie sowie einen integrierten Diagnostikbereich bieten. Auch ein Universitäres Gesundheitszentrum ist vorgesehen. Neben medizinischen Bereichen entstehen Empfangs-, Warte- und Verwaltungszonen, Logistikflächen sowie Außenbereiche mit Parkmöglichkeiten.
Finanziert wird das Projekt teils aus dem portugiesischen Wiederaufbaufonds PRR, zur Hälfte trägt die Stadt die Kosten aus eigenen Mitteln – mit der Hoffnung auf spätere Erstattung. Die Bauverantwortung liegt bei der Kommune, während Betrieb und Verwaltung weiterhin beim Gesundheitsministerium verbleiben.
Parallel verfolgt Lagos weitere Großprojekte in Wohnungsbau, Bildung, Wasserinfrastruktur und Unternehmensförderung.

