In Nord-Portugal regt sich massiver Widerstand gegen die Errichtung eines Windparks in Arcos de Valdevez und Monção, dessen Energie die Produktion von grünem Wasserstoff im südlich gelegenen Sines versorgen soll. Das Projekt umfasst die Aufstellung von 32 Windrädern – teils in der Nähe der als Nationaldenkmal geschützten Kulturlandschaft von Sistelo.
Eine Bürgerinitiative hat eine Petition gegen die Pläne des Unternehmens Madoqua IPP eingereicht und warnt vor schwerwiegenden ökologischen und sozialen Folgen. Auch die Umweltorganisation FAPAS spricht sich klar gegen das Vorhaben aus und verweist auf die Gefährdung bedeutender Naturschutzgebiete wie dem Peneda-Gerês-Nationalpark, dem UNESCO-Transbioreservat Gerês/Xurés sowie mehreren Natura-2000-Gebieten. Laut FAPAS drohen durch den Bau der großdimensionierten Windkraftanlagen (mit Türmen von 112 m Höhe und Rotoren mit 175 m Durchmesser) tiefgreifende Eingriffe in die Landschaft, Bodenerosion, Zerschneidung von Lebensräumen und Lärmbelastung auf Konzertniveau – in einer Region, die bislang als Rückzugsort für den iberischen Wolf und seltene Vogelarten gilt.
Obwohl Madoqua erklärt, sensible Gebiete zu meiden und ausschließlich unterirdische Stromleitungen zu verlegen, sehen Kritiker das Projekt als unvereinbar mit dem Natur- und Kulturerbe der Region. „So wichtig der Kampf gegen den Klimawandel auch ist – dieses Projekt darf nicht auf Kosten einzigartiger Landschaften und der Lebensqualität der Menschen gehen“, betont FAPAS. Die Petenten fordern daher eine Ablehnung der Genehmigung sowie eine politische Entscheidung gegen eine öffentliche Interessensbekundung für das Projekt.

