Portugal kann im Jahr 2026 mit bis zu 34 Millionen Gästen und Tourismuseinnahmen von rund € 7 Mrd. rechnen. Das geht aus dem aktuellen Tourismusbarometer des IPDT – Tourism Intelligence hervor, das auf Einschätzungen von Branchenvertretern basiert.
Demnach dürfte sich das Wachstum nach zwei Rekordjahren verlangsamen, jedoch auf hohem Niveau stabilisieren. Für 2026 erwarten die befragten Fachleute zwischen 31,1 und 34 Millionen Gäste (2025: 32,5 Millionen) sowie 80,1 bis 83 Millionen Übernachtungen (2025: 82,1 Millionen). Die Einnahmen werden auf € 6,6 bis € 7 Mrd. geschätzt, nach € 7,2 Mrd. im Jahr zuvor.
„Nach einem außergewöhnlichen Jahr 2024 und historischen Höchstständen 2025 wird 2026 eine Phase der Konsolidierung mit moderaterem Wachstum markieren“, erklärte Jorge Costa, Präsident des IPDT.
Als größte Herausforderungen für den Sektor nennen die Fachleute vor allem Defizite bei Erreichbarkeit und Mobilität. Fast die Hälfte der Befragten sieht insbesondere die begrenzte Kapazität der Flughäfen als zentrales Problem. Auch der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften sowie Risiken durch die internationale wirtschaftliche Unsicherheit werden häufig genannt.
Parallel identifiziert das IPDT mehrere Reisetrends für 2026. Dazu zählen unter anderem Angebote rund um Selbstfürsorge und Regeneration, literarischer Tourismus, digitale Auszeiten sowie die Rückkehr zu Reisezielen für intensivere und nachhaltigere Erlebnisse. Zudem gewinnt der Einsatz von Künstlicher Intelligenz an Bedeutung – vor allem als dezente Unterstützung zur stärkeren Personalisierung von Reiseerfahrungen.

