Im Krankenhaus Faro wurde ein innovativer Raum für technikgestützte Rehabilitation eröffnet – ein Meilenstein für Menschen mit körperlichen oder kognitiven Einschränkungen. Die Lokale Gesundheitseinheit der Algarve (ULS Algarve) setzt mit dem neuen „Raum mit Bedeutung“ (Espaço com Sentido) erstmals in Portugal auf spezialisierte Technologien zur Unterstützung der Kommunikations- und Rehabilitationsprozesse nach Krankheiten oder Unfällen. Ob Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma oder ALS – Betroffene erhalten nun Zugang zu digitalen Hilfsmitteln wie Tablets oder Computern mit spezieller Software. Ziel ist es, ihre Selbstständigkeit zu fördern und die Rehabilitation zu beschleunigen. „Gerade in der akuten Phase eines Krankheitsbildes ist der Einsatz solcher Technologien entscheidend, um Fortschritte nicht zu verpassen“, so Tiago Botelho, Präsident des Verwaltungsrats der ULS Algarve.
Zu den eingesetzten Hilfsmitteln gehören unter anderem das PC Eye-System, das Menschen mit eingeschränkter Motorik die Steuerung des Computers mit den Augen ermöglicht, sowie die Software Grid 3 zur symbol- und textbasierten Kommunikation. Auch MagicContact, eine alternative Lösung für Menschen mit eingeschränkter Sprachfähigkeit, kommt zum Einsatz.
Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit der MEO-Stiftung, die die Geräte kostenlos bereitstellt. Therapeuten der Ergotherapie und Sprachtherapie begleiten die Nutzung im klinischen Alltag. Drei weitere Einrichtungen dieser Art sollen noch dieses Jahr in Portugal entstehen. „Technologie kann den Unterschied machen“, betont Botelho – für mehr Teilhabe, schnellere Fortschritte und ein würdevolleres Leben.

