Der Bau des neuen Zentralkrankenhauses der Algarve ist offiziell beschlossen. Die portugiesische Regierung genehmigte im Ministerrat ein Investitionsvolumen von bis zu € 426,6 Mio. für Planung, Bau, Finanzierung und Betrieb der neuen Klinik, die voraussichtlich im Jahr 2031 ihren Betrieb aufnehmen soll. Wie aus einer Regierungsmitteilung hervorgeht, wurde die zentrale Verwaltung des Gesundheitssystems (ACSS) ermächtigt, einen Vertrag im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft abzuschließen. Die Ausgaben sind auf einen Zeitraum von 27 Jahren verteilt und dürfen pro Jahr € 50 Mio nicht überschreiten.
Präsidialminister António Leitão Amaro sprach von einem „historischen Tag“ für die Algarve und für Portugal. Nach mehr als 20 Jahren Ankündigungen und mehreren symbolischen Grundsteinlegungen sei nun endlich der Weg für eines der wichtigsten Gesundheitsprojekte des Landes frei. Die Gesamtkosten einschließlich der finanziellen Belastungen könnten sich auf rund € 1,1 Mrd. summieren.
Das Zentralkrankenhaus der Algarve gilt als eines der lange erwarteten Großprojekte im portugiesischen Gesundheitswesen und soll die medizinische Versorgung in der Region nachhaltig verbessern. Bereits am Vortag hatte Premierminister Luís Montenegro im Parlament angekündigt, dass der Ministerrat den Start des Ausschreibungsverfahrens beschließen werde. Mit der nun gefassten Entscheidung beginnt die konkrete Umsetzung eines Projekts, das seit Jahrzehnten versprochen wurde.

