Die Zitruskampagne 2025/2026 an der Algarve war von Ernteeinbußen, schwierigen Marktbedingungen und steigenden Produktionskosten geprägt, die Algarve-Zitrusbauern stehen und Druck. Besonders die wachsende Konkurrenz aus Ägypten und Südafrika setzte die Preise unter Druck und schmälerte die Gewinnmargen der portugiesischen Erzeuger und Vermarkter. Für die kommende Saison 2026/2027 zeichnet sich eine Erholung der Produktion ab. Die Branche steht jedoch weiterhin vor erheblichen Herausforderungen. Diese Bilanz zog die AlgarOrange, der Verband der Zitrusproduzenten und -vermarkter an der Algarve bei der Vorstellung des Saisonberichts 2025/2026 an der Universität der Algarve. Die ungünstigen Wetterbedingungen hatten deutliche Auswirkungen auf die Erntemengen. Gleichzeitig sorgte die internationale Marktentwicklung für zusätzlichen Druck. Obwohl auch in mehreren Mittelmeerländern die Zitrusproduktion zurückging, konnten die portugiesischen Erzeuger daraus kaum Vorteile ziehen. Die gestiegenen Exporte aus Ägypten und Südafrika beeinflussten die Marktpreise und verschlechterten die wirtschaftliche Situation der heimischen Betriebe. Diana Ferreira von AlgarOrange stellte die wichtigsten Ergebnisse der Saison vor und verwies auf die zunehmenden Schwierigkeiten, die Früchte zu angemessenen Preisen zu vermarkten.
Für die Saison 2026/2027 lassen erste Prognosen wieder höhere Erntemengen erwarten. Dennoch bleiben zentrale Probleme bestehen. Dazu zählen die Verfügbarkeit von Wasser, der Mangel an Arbeitskräften, der Pflanzenschutz und die wirtschaftliche Verwertung der Früchte. Die Entwicklung der kommenden Saison dürfte daher entscheidend für die wirtschaftliche Perspektive des Zitrussektors an der Algarve sein.

