Der portugiesische Sportverband CDP fordert von der Regierung mehr Unterstützung für den Breitensport und die Nachwuchsarbeit. Präsident Daniel Monteiro kritisierte, dass öffentliche Investitionen zu stark auf den Spitzen-, Olympia- und Paralympicsport konzentriert seien. Gleichzeitig hätten die Sportverbände gegenüber vor 20 Jahren an finanzieller Kaufkraft verloren. Die CDP schlägt u. a. einen Entwicklungsfonds vor, der mit 7,5% der Steuereinnahmen aus Online-Wetten finanziert werden könnte. Dadurch könnten jährlich mehr als € 12 Mio. in den portugiesischen Sport fließen. Die Mittel sollten anhand festgelegter Kriterien an die Verbände verteilt werden. Besonders besorgt zeigte sich Monteiro über die hohe Abbruchquote im Nachwuchssport. Nach Angaben der CDP lag sie 2024 bei den bis zu 18-Jährigen bei mehr als 80%. Von zehn Kindern und Jugendlichen, die mit dem Sport beginnen, hören demnach mehr als acht vor dem 18. Geburtstag wieder auf.
Als Gründe nennt Monteiro u. a. hohe Kosten und fehlende Angebote auf regionaler und lokaler Ebene. Auch Familien müssten häufig erhebliche Ausgaben übernehmen, etwa für Reisen zu internationalen Wettbewerben. Die Politik müsse deshalb stärker in die Nachwuchsarbeit und den Zugang zum Sport investieren.

