Loulé bewirbt sich als Portugals Kulturhauptstadt 2028. Im Rennen sind zudem Almada, Amarante, Barreiro, Covilhã, Guarda, Leiria, Óbidos und Setúbal. Die Entscheidung soll am 23. März 2027 fallen.
Für die Bewerbung sieht Loulé ein Gesamtbudget von € 8,25 Mio. vor. Davon entfallen € 7 Mio. auf kommunale Investitionen zwischen 2027 und 2030. Weitere € 1 Mio. stellen die Ministerien für Kultur und Tourismus im Zusammenhang mit der Titelvergabe bereit, € 250.000 sollen von anderen Institutionen kommen.
Unabhängig von der Bewerbung plant die Stadtverwaltung zudem Investitionen von € 76,3 Mio. in die kulturelle Infrastruktur des Kreises. Das größte Einzelprojekt ist das neue Bildungs- und Kulturzentrum von Quarteira mit € 31,5 Mio., gefolgt vom Kulturquartier rund um das Stadtmuseum Loulé mit € 21 Mio. Für das Zentrum für zeitgenössische Kunst in Loulé sind € 8 Mio. vorgesehen, für die Sanierung des Casino Velho in Quarteira € 5,3 Mio. Weitere Projekte sind das Besucherzentrum Penina im Geopark Algarvensis (€ 5 Mio.), die Erweiterung des Cineteatro Louletano (€ 3 Mio.), der Ausbau des Musikkonservatoriums Loulé – Francisco Rosado (€ 2 Mio.) und das Casa das Associações (€ 500.000).
Die Bewerbungen werden von einer unabhängigen Jury bewertet. Fünf Kriterien fließen mit gleicher Gewichtung in die Entscheidung ein: der langfristige Beitrag zur Kulturstrategie der jeweiligen Gemeinde, die Qualität und der Innovationsgehalt des Programms, dessen Umsetzbarkeit und finanzielle Nachhaltigkeit, das kulturelle, soziale und wirtschaftliche Erbe sowie das Governance-Modell. Gefordert ist ein eigens für das Titeljahr entwickeltes Programm, das zugleich in eine mittel- und langfristige kommunale Strategie eingebettet ist.

