Die Rathäuser Loulé und Faro haben einen weiteren Schritt zur Realisierung des seit mehr als 23 Jahren geplanten Zentralkrankenhauses der Algarve gemacht. Gemeinsam mit der Zentralverwaltung des Gesundheitsdienstes, der regionalen Gesundheitseinheit ULS Algarve und dem Gemeindeverband Loulé/Faro unterzeichneten sie kürzlich eine Ergänzung zur strategischen Vereinbarung für das Projekt. Im Mittelpunkt stehen die äußere Infrastruktur und die Erreichbarkeit des künftigen Krankenhauses im Parque das Cidades. Die beiden Rathäuser stellen dafür gemeinsam € 1 Mio. bereit. Damit sollen Zufahrten und Parkflächen sowie die Netze für Wasser, Abwasser, Gas, Strom und Kommunikation und die öffentliche Beleuchtung finanziert werden. Für den Erwerb der Grundstücke wurden bereits knapp € 10 Mio. investiert. Weitere Flächen sollen für voraussichtlich rund € 2 Mio. gekauft werden. Die Fertigstellung des Krankenhauses ist für 2031 vorgesehen.
Die Bürgermeister von Loulé und Faro, Telmo Pinto und António Pina, betonten die große Bedeutung des Projekts für die gesamte Algarve und forderten, weitere Verzögerungen zu vermeiden. Gesundheitsministerin Ana Paula Martins bezeichnete den Bau als überfällig. Die Algarve sei lange Zeit politisch weniger stark berücksichtigt worden. Ein modernes Zentralkrankenhaus sei zudem entscheidend, um medizinisches Personal für die Region zu gewinnen und zu halten.
Nach Angaben von Tiago Botelho, Präsident der ULS Algarve, ist inzwischen auch das Vergabeverfahren für die Auswahl des Unternehmens abgeschlossen, das Planung, Bau und Instandhaltung des Krankenhauses übernehmen soll. Das künftige Haus soll neben der medizinischen Versorgung auch eine wichtige wissenschaftliche Funktion übernehmen und zur Entwicklung der Gesundheitswirtschaft in der Region beitragen. Allein Loulé hat in den vergangenen Jahren mehr als € 17,5 Mio. in die Modernisierung lokaler Gesundheitseinrichtungen investiert.

