An Portugals Schulen hat die Zahl der Körperverletzungen und der Fälle von Waffenbesitz beziehungsweise -gebrauch im vergangenen Schuljahr den höchsten Stand der vergangenen fünf Jahre erreicht. Das geht aus dem jüngsten Bericht des Programms „Escola Segura“ (Sichere Schule) der Polizei PSP für das Schuljahr 2025/26 hervor.
Am häufigsten registrierte die PSP Körperverletzungen (1.426 Fälle) sowie Beleidigungen und Drohungen (920). Gegenüber dem Vorjahr nahm die Zahl der Körperverletzungen um 10,5 %, die der Beleidigungen und Drohungen um 3,1 % zu.
Auch die Zahl der Fälle von Waffenbesitz und -gebrauch erreichte den höchsten Stand der vergangenen fünf Jahre. Die Polizei stellte insgesamt 60 Waffen sicher – drei Schusswaffen, 50 Stich- und Hiebwaffen sowie sieben Waffen anderer Kategorien. Das waren 11,1 % mehr als im Vorjahr.
Zugenommen haben auch Sexualdelikte (103 Fälle, + 18,4 %) und Drogenhandel (22 Fälle, + 69 %). Auch Mobbing (155 Fälle) und Cybermobbing (25) nahmen wieder zu, nachdem die Zahlen zuvor rückläufig gewesen waren.
Rückläufig waren dagegen Raubdelikte mit 67 Fällen, dem niedrigsten Wert der vergangenen fünf Jahre, sowie Diebstähle mit 324 Fällen.
Insgesamt verzeichnete die PSP im Rahmen des Programms „Sichere Schule“ 4.075 Vorfälle, 4,6 % mehr als im Vorjahr. Davon waren 2.898 strafrechtlicher und 1.177 nicht strafrechtlicher Natur. Bei den nicht strafrechtlichen Vorfällen handelte es sich vor allem um Störungen des Schulbetriebs (508 Fälle, + 17,9 %) und Drogenbesitz beziehungsweise -konsum (49 Fälle, + 28,9 %).
Die meisten Straftaten ereigneten sich auf dem Schulgelände. Raub und Drogenhandel wurden dagegen häufiger außerhalb der Schulen registriert.

