Mehr als 40.000 Tiere werden in Portugal jährlich von kommunalen Tierauffangstellen aufgenommen. 2024 waren es 42.718, 2025 noch 40.098. Gleichzeitig wurden 30.126 beziehungsweise 22.375 Tiere adoptiert oder vermittelt. Die Zahlen sind wegen unterschiedlicher Erhebungsmethoden allerdings nur eingeschränkt vergleichbar. Nach Angaben der Generaldirektion für Ernährung und Veterinärwesen (DGAV) bleibt die Überbelegung von Tierheimen und Tierschutzvereinen eine der größten Herausforderungen des Tierschutzes.
Eine zentrale Maßnahme ist die Kastration. 2025 wurden landesweit 74.018 Eingriffe von Rathäusern und Tierschutzvereinen finanziell unterstützt; der Staat stellte dafür € 3,2 Mio. bereit. Seit 2016 ist die Tötung von Haustieren zur Populationskontrolle verboten.
Wie groß das Problem weiterhin ist, zeigt eine nationale Erhebung: Auf dem portugiesischen Festland wurden mehr als 930.000 streunende Tiere erfasst, darunter rund 830.500 Katzen und 101.000 Hunde. Besonders hohe Tierdichten gibt es in Regionen mit niedrigeren Haushaltseinkommen und größerer sozialer Ungleichheit. Als größtes Hindernis für mehr Kastrationen wurden die Kosten genannt.

