Die Algarve ist erneut Spitzenreiter bei Wohnungseinbrüchen in Portugal. Wie die Nationalgarde GNR am Montag mitteilte, wurden im laufenden Jahr bereits 2.344 Fälle von Einbrüchen in Wohnhäuser registriert – 371 davon allein im Distrikt Faro. Damit liegt die südliche Küstenregion deutlich vor Porto (255), Lissabon (216), Setúbal (205) und Leiria (183).
Insgesamt verzeichnete die GNR im Jahr 2024 6.469 Wohnungseinbrüche, im vergangenen Jahr 6.275. Die Behörde spricht zwar von einer „leicht rückläufigen Tendenz“ in den letzten Jahren, warnt jedoch insbesondere vor den Sommerferien, „wenn viele Häuser vorübergehend unbewohnt bleiben“.
Bislang wurden in diesem Jahr 54 Verdächtige festgenommen, nach 129 im Jahr 2024 und 132 im Jahr 2025.
Angesichts der bevorstehenden Urlaubszeit hat die GNR eine Reihe von Empfehlungen veröffentlicht, um Einbrüche zu verhindern. Dazu gehören:
- alle Türen, Fenster, Tore, Garagen und Nebengebäude ordnungsgemäß verschließen und verriegeln,
- sichtbare Anzeichen von Abwesenheit vermeiden – etwa angesammelte Post, vollständig geschlossene Rollläden oder ausgeschaltete Außenbeleuchtung. Zeitschaltuhren für die Beleuchtung nutzen, um Anwesenheit zu simulieren,
- keine detaillierten Informationen über Reisen oder Abwesenheiten in sozialen Netzwerken teilen,
- Wertsachen sicher verwahren und Fotos, Seriennummern sowie Rechnungen aufbewahren,
- nach Möglichkeit Alarmanlagen und Videoüberwachung installieren.
Die GNR kündigte an, das Phänomen weiterhin mit besonderer Aufmerksamkeit zu überwachen.

