Im Streit um die Aufstellung von Sonnenschirmen an den Stränden der Algarve hat Umweltministerin Maria da Graça Carvalho eine Lösung vorgeschlagen. Wie die Ministerin am Montag nach einer Sitzung mit Bürgermeistern mehrerer Gemeinden bekannt gab, sollen an den Eingängen von fünf Stränden der Algarve übersichtliche Karten die genauen Bereiche für Konzessionen, Durchgänge, Sicherheitszonen und freie Flächen ausweisen.
Mit den Gemeinden Vila Real de Santo António, Castro Marim, Faro, Lagos und Vila do Bispo sei man sich nun einig, sagte Carvalho. Diese Kommunen seien „am meisten mit dieser Frage befasst, weil es dort immer wieder zu Zwischenfällen“ in der Strandnutzung gekommen sei.
Die Karten sollen den Badegästen klar machen, wo sie ihre Schirme aufstellen dürfen und wo nicht – und damit die schwelende Diskussion um die Nutzung der Strandflächen beenden. Für die Erstellung der Pläne sind die Bürgermeister zuständig, die dazu die Stellungnahmen der Seebehörde und der APA einholen müssen. Die Ministerin bat die Gemeinden, die Karten »so schnell wie möglich« anzubringen, zumal die Badesaison bereits begonnen habe.
Carvalho betonte, dass die Karten keine gesetzliche Pflicht, sondern eine Empfehlung seien – der alle Beteiligten zugestimmt hätten. An den Stränden in anderen Regionen des Landes gebe es solche Probleme nicht.
Die geltenden Regeln änderten sich durch die neue Regelung nicht: Die Konzessionsflächen dürfen weiterhin höchstens 30 % der nutzbaren Strandfläche und 50 % der Meeresfront umfassen. Sicherheits- und Durchgangszonen würden dabei nicht mitgerechnet, müssten aber freigehalten werden. „Der Rest ist für Sonnenschirme oder andere Nutzungen“, so die Ministerin.
Die Karten müssten zudem die Geografie und Morphologie jedes einzelnen Strandes berücksichtigen. Der Präsident der APA habe bereits ein Treffen mit dem neuen Direktor der Seebehörde vereinbart, um alle Einzelheiten abzustimmen.

