Die portugiesische Regierung hat einen nationalen Plan zum Schutz von Bestäubern beschlossen und stellt dafür rund zwei Millionen Euro bereit. Das Programm „Polinizadores em Ação“ soll den Erhalt von für die Biodiversität zentralen Arten sichern und wird über den Umweltfonds in den Jahren 2026 und 2027 finanziert.
Ziel der Maßnahme ist es, dem Rückgang von Insekten wie Bienen, Schmetterlingen und anderen Bestäubern entgegenzuwirken. Diese spielen eine entscheidende Rolle für funktionierende Ökosysteme sowie für die landwirtschaftliche Produktion. In Portugal sind mehrere hundert Arten bekannt, darunter allein über 700 Bienenarten.
Der Aktionsplan umfasst mehr als 100 Maßnahmen und ist langfristig angelegt. Er konzentriert sich auf vier zentrale Handlungsfelder: die Verbesserung von Forschung und Monitoring, die Förderung nachhaltiger Landnutzung, die Sensibilisierung der Bevölkerung sowie die stärkere Verankerung des Bestäuberschutzes in politischen Strategien.
Ein Schwerpunkt liegt auf konkreten Maßnahmen wie der Wiederherstellung geeigneter Lebensräume, der Einführung umweltfreundlicher Praktiken in der Land- und Forstwirtschaft sowie der wissenschaftlichen Begleitung und Datenerhebung.
Der Plan wurde im Rahmen des Projekts „PolinizAÇÃO“ in Zusammenarbeit mit dem Institut für Naturschutz und Wälder ICNF sowie zahlreichen Fachleuten, Organisationen und Bürgern entwickelt. Er steht zudem im Einklang mit europäischen Vorgaben, die eine Umkehr des Rückgangs von Bestäubern bis 2030 anstreben.
Nach Angaben des Umweltministeriums sind Bestäuber „entscheidend für die Biodiversität und das Gleichgewicht der Ökosysteme“. Mit dem neuen Programm sollen langfristig stabilere und widerstandsfähigere Landschaften gefördert werden.

