Sona, der als letzter Zirkustiger Portugals gilt, ist nach 16 Jahren in Gefangenschaft in ein spezialisiertes Großkatzenschutzsantarium im spanischen Alicante gebracht worden.
Nach Angaben der Stiftung Animal Advocacy and Protection (AAP), die das Zentrum in Villena betreibt, wurde der Tiger bereits im Alter von drei Monaten in der Zirkusbranche eingesetzt. Er sei über Jahre hinweg für Tricks genutzt und als touristische Attraktion gezeigt worden. Untergebracht war das Tier dabei in einem Lkw-Anhänger mit kleiner Außenbox.
Die Überführung nach Spanien erfolgte in Zusammenarbeit mit der Organisation Pangea Trust, die den Fall seit 2018 begleitet hatte. Zu diesem Zeitpunkt gab es in Portugal noch kein Verbot der Nutzung von Wildtieren in Zirkussen. Dieses wurde zwar 2019 verabschiedet, sah jedoch eine sechsjährige Übergangsfrist vor.
Nach Ablauf dieser Frist nahmen die ehemaligen Halter Ende 2025 Kontakt zur Pangea Trust auf, um die Abgabe des Tigers zu koordinieren. Der Transport wurde vor rund zwei Wochen gemeinsam von der AAP und der Pangea Trust durchgeführt. Sona befindet sich nun im Zentrum „Primadomus“ in Alicante.
Der Tiger wird derzeit zunächst in Quarantäne gehalten. Anschließend soll er erstmals in seinem Leben Zugang zu größerem Freiraum erhalten, nachdem er sich bislang ausschließlich zwischen Zirkuswagen und Manege bewegen konnte.

