Die portugiesische Regierung plant die Einrichtung eines nationalen Fonds für Naturkatastrophen und Erdbeben, um das Land langfristig besser auf extreme Wetter- und Erdereignisse vorzubereiten. Ziel ist es, dauerhaft finanzielle Mittel bereitzustellen und künftig strukturierter auf Schäden zu reagieren, statt ausschließlich ad hoc zu handeln.
Finanzminister Joaquim Miranda Sarmento erklärte, der Fonds solle durch Beiträge aus dem Versicherungssektor gespeist werden. Vorgesehen ist eine Abgabe auf Immobilien- und Gebäudeversicherungen, insbesondere für Risiken, die bislang nur unzureichend abgesichert sind. Die Einnahmen sollen gemeinsam mit Rückversicherungen genutzt werden, um Schäden breiter abzufedern. Ob die Abgabe über höhere Prämien oder einen separaten Fondsbeitrag erhoben wird, ist noch offen.
Der Fonds ist Teil der Reaktion auf die jüngsten schweren Sturmschäden und Ausdruck einer wachsenden Debatte über einen präventiveren staatlichen Umgang mit Naturkatastrophen.

