Die Bauarbeiten für die Entsalzungsanlage der Algarve stehen kurz vor dem Start. Wie Umweltministerin Maria da Graça Carvalho Anfang Januar erklärte, wurde das letzte noch fehlende Dokument aus dem Denkmalschutzbereich übergeben, sodass alle Voraussetzungen für den Baubeginn erfüllt waren. Die formale Genehmigung der Umweltbehörde APA solle in den kommenden Tagen und der Baustart in diesem Monat erfolgen. Die Fertigstellung ist für 2027 vorgesehen. Die Anlage wird im Gemeindegebiet von Albufeira nahe dem Strand Rocha Baixinha errichtet. Sie ist Teil des regionalen Wassereffizienzplans und soll die Wasserversorgung der Region sichern und die Resilienz gegen wiederkehrende Dürreperioden stärken.
Maria da Graça Carvalho appellierte zudem an die Bevölkerung und Interessengruppen, die Arbeiten nicht durch einstweilige Verfügungen oder Gerichtsprozesse zu blockieren. „Wenn wir die Bauarbeiten verzögern, gefährden wir die Wasserversorgung der Algarve und ihre Entwicklung“, betonte sie. Ende 2023 lag der Füllstand der Wasserreserven noch bei 24 %, Ende 2024 bei 34 %, aktuell bei 87 %. Die Ministerin warnte, ohne die Wassersparmaßnahmen und den Einsatz aller Beteiligten hätte sich die Region einer extremen Dürre nähern können.
Die Entsalzungsanlage wird zunächst 16 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr aufbereiten, ist aber bereits für eine Erweiterung auf 24 Millionen Kubikmeter konzipiert. Das Projekt umfasst rund 41 ha auf in der Freguesia von Albufeira und Olhos de Água.

