In portugiesischen Haushalten liegen rund 16,1 Millionen ungenutzte Handys. Laut dem österreichischen Fraunhofer-Institut könnten etwa 5,1 Millionen davon wiederaufbereitet und weiterverwendet werden – das entspräche einem Marktwert von rund € 162 Mio.
Mit durchschnittlich 1,57 ungenutzten Smartphones pro Kopf führen Portugal und Tschechien weltweit die Liste der Länder mit den meisten stillgelegten Geräten an. Damit entziehen beide Nationen dem Rohstoffkreislauf eine beträchtliche Menge seltener Metalle. Vor allem neue Geräte enthalten wertvolle Materialien wie Kupfer, Gold und Palladium.
Diese Altgeräte könnten entweder dem wachsenden Markt für wiederaufbereitete Elektronik oder dem Recycling zugeführt werden – beides würde die Abhängigkeit Europas von Primärrohstoffen deutlich verringern. Allein der Metallwert aller ungenutzten Geräte in Europa beläuft sich auf rund € 1,57 Mrd. Zudem könnten jährlich bis zu 24 Millionen Tonnen CO₂ eingespart werden. Hinzu kommt das Risiko, das von unsachgemäß entsorgten Geräten ausgeht.

