Hier eine kleine Vorschau der Berichte, die Sie in unserer November-Ausgabe finden
Wein aus der Ölmühle
Alte Mauern, neues Leben
Eine ehemalige Ölmühle bei Tavira dient seit 2024 als Verkostungsraum und Weinladen des Weinproduzenten Casa Santos Lima. Das portugiesische Familienunternehmen verbindet hier die Präsentation seiner Weine mit der Geschichte des Gebäudes und einem Kulturprogramm.
Bei der Restaurierung des weitgehend verfallenen Gebäudes kamen alte Baustrukturen, vergrabene Amphoren und die alte Olivenpresse zum Vorschein. Wo immer möglich, wurden die ursprünglichen architektonischen Strukturen bewahrt, darunter die charakteristischen Bögen aus unverputzten Ziegeln, und die Fundstücke ausgestellt. Historische Elemente und moderne Gestaltung prägen nun den Verkostungsraum und den Weinladen.

Elvas
Die Stadt, die wie eine Kaserne wirkt
Seit 2012 UNESCO-Weltkulturerbe, besitzt Elvas ein bedeutendes ziviles, religiöses und militärisches Erbe. Besonders ausgeprägt ist das militärische Erbe – ein unmittelbarer Ausdruck der strategischen Lage der Stadt im Kampf gegen Invasoren.
Hoch oben auf der Burg verharre ich regungslos wie der Stamm eines Baumes und lasse den Blick über die gesamte Szenerie schweifen. Schließlich bleibt er an der Silhouette der spanischen Stadt hängen. Wehmut erfasst mich, während ich in die Vergangenheit zurückgleite, in die frühen 1980er-Jahre, als der heute 81-jährige Sänger Paco Bandeira Elvas mit A Minha Cidade (Meine Stadt) unsterblich machte.
Ein Reisebericht von Sousa Ribeiro.

Foupana-Staudamm
Mehr Wasser – aber zu welchem Preis?
Ein 53 Meter hoher Damm, ein Stausee von fast 500 Hektar und Platz für 99 Millionen Kubikmeter Wasser: Die geplante Foupana-Talsperre soll die Algarve besser gegen zunehmende Wasserknappheit wappnen. Dafür würde jedoch ein bislang weitgehend unverbautes Flusstal grundlegend verändert – mit erheblichen Folgen für Natur, Landschaft und Kulturerbe.

Kunst ohne Schubladen
Auf Haut, Leinwand und Wand
Tätowierer, Maler, Mural-Künstler – Edgar Pacheco ist all das und möchte doch auf keine dieser Rollen festgelegt werden. Für ihn ist das Medium zweitrangig: Entscheidend ist die künstlerische Sprache, mit der er Geschichten, Erinnerungen und Gefühle in Linien, Farben und Formen übersetzt.
Touristifizierung
Wenn die kollektiven Kosten die kollektiven Vorteile übersteigen
Portugal gilt als Musterschüler des europäischen Tourismus: Jahr für Jahr neue Rekorde, Auszeichnungen als bestes Reiseziel und volle Flughäfen. Doch hinter den Erfolgsmeldungen wächst der Zweifel. Immer mehr Portugiesen fragen, ob das Land vom Tourismus lebt – oder ob der Tourismus inzwischen vom Land lebt. Ein Kommentar von Michael Hagedorn.

Brustkrebs
Wenn die Behandlung endet
Die Operation ist vorbei, die Therapie abgeschlossen – und trotzdem ist für viele Frauen die Auseinandersetzung mit Brustkrebs noch lange nicht beendet. Neben körperlichen Folgen können Ängste vor einem Rückfall, Veränderungen des eigenen Körperbildes oder Fragen zu langfristigen Therapien den Alltag weiterhin bestimmen. Die Initiative Beyond Breast Cancer des Vereins Mamativa will genau hier ansetzen und in der Algarve eine Gemeinschaft für Frauen schaffen, die mit oder nach einer Brustkrebserkrankung leben.



