Neun portugiesische Umweltorganisationen fordern einen klareren und verbindlicheren Nationalen Plan zur Wiederherstellung der Natur (PNRN). Der vom Naturschutzinstitut ICNF koordinierte Plan soll Portugals Antwort auf die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur sein.
Die Verbände begrüßen die technische Grundlage und Ansätze wie den Schutz von Böden und Wasser, die natürliche Regeneration und die ökologische Vernetzung. Gleichzeitig kritisieren sie erhebliche Lücken bei der Umsetzung. Von den 406 vorgesehenen Maßnahmen hätten 188 keine eindeutig ausgewiesene Fläche oder Ausdehnung. Auch Finanzierungsquellen, Verantwortlichkeiten und erwartete ökologische Ergebnisse seien vielfach nicht klar benannt.
Die Organisationen warnen deshalb davor, dass bereits bestehende Planungs- und Verwaltungsmaßnahmen als Renaturierung angerechnet werden könnten. Gefordert werden messbare ökologische Verbesserungen, eine transparente Finanzierung und eine langfristige Kontrolle.
Besonders bei Flüssen und Überschwemmungsgebieten verlangen die Verbände einheitliche nationale Erhebungen. Auch für Wälder, Landwirtschaft und Meeresgebiete müssten konkrete Ziele festgelegt werden – etwa zur Verringerung des Pestizideinsatzes, zum Schutz von Lebensräumen und zur Förderung von Bestäubern. Der endgültige PNRN müsse zudem eng mit Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Fischerei und Energiepolitik abgestimmt werden.

