Portugal wird immer älter: Die Zahl der Senioren wächst inzwischen rund fünfmal schneller als die der Menschen im erwerbsfähigen Alter. Das geht aus aktuellen Daten der Statistikplattform Pordata hervor. 2025 lebten mit 11,4 Mio. Menschen so viele Einwohner wie nie zuvor in Portugal. Damit setzt sich das Bevölkerungswachstum bereits im siebten Jahr in Folge fort – vor allem dank der Zuwanderung. Die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter stieg gegenüber 2024 lediglich um 0,3 % auf rund 7,35 Mio. Gleichzeitig nahm die Zahl der über 65-Jährigen um 1,6 % auf knapp 2,67 Mio. zu.
Heute kommen landesweit nur noch 2,76 Menschen im erwerbsfähigen Alter auf einen Senioren. Besonders ausgeprägt ist die Alterung in der Region Centro. Im EU-Vergleich gehört Portugal inzwischen zu den drei Ländern mit der ältesten Bevölkerung. Auf 100 junge Menschen entfallen 182 Senioren.
Regional zeigen sich deutliche Unterschiede. Während die Metropolregion Lissabon und die Halbinsel Setúbal seit 2015 sowohl bei der Gesamtbevölkerung als auch bei den Erwerbstätigen kräftig zulegen konnten, stagniert die Entwicklung im Norden nahezu. Auf den Azoren und Madeira ist die Zahl der Erwerbsfähigen sogar rückläufig, während die Zahl älterer Menschen weiter deutlich steigt.
Ein wesentlicher Faktor für das Bevölkerungswachstum bleibt die Einwanderung. 2024 lebten erstmals mehr als 1,5 Mio. ausländische Staatsangehörige in Portugal. Sie tragen zudem maßgeblich dazu bei, den Geburtenrückgang abzufedern. Der Anteil der Kinder mit ausländischen Müttern stieg von 10 % vor der Pandemie auf 21,6 % in den Jahren danach. Trotz dieser Entwicklung bleibt die Geburtenrate auf einem historischen Tiefstand. Gleichzeitig zählt Portugal mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 82,5 Jahren weiterhin zu den Ländern mit der höchsten Lebenserwartung in der EU.

